Arbeiten im Juni...


Im Mai und Juni öffnet der Holunder (Sambucus) seine großen weißen oder elfenbeinfarbenen Blütenteller.

Mit der Holunderblüte ist die Frühtracht beendet. Der Holunder ist nach dem phänologischen Kalender die Zeigerpflanze für den Frühsommer. Häufig wird nach der Rapsblüte der Blütenhonig geschleudert (Frühtracht).

 


Linden (Tilia) sind wichtige Trachtpflanzen für Honigbienen und bieten vielen weiteren blütenbesuchenden Insekten Nektar und Pollen. Die Lindenblüte beginnt je nach Witterung Mitte Juni mit der Sommerlinde. Ende Juni folgt die Winterlinde und mit der Krim- und Silberlinde endet die etwa sechswöchige Lindenblüte Ende Juli. Mit Ende der Lindenblüte endet in vielen Regionen Deutschlands die Blütentracht. Die Imker ernten den letzten Honig. Der Geruch und Geschmack von Lindenhonig ist sehr intensiv,

als Beimischung macht er die Sommertracht aromatisch.


Mit dem Blühbeginn Mitte Juni blüht die Edelkastanie (Esskastanie, Castanea sativa) zu einer Zeit, in der die Bienenvölker ansonsten kaum Nahrung haben. Sie ist also für die Bienenvölker ein sehr gutes Nahrungsangebot. Geruch und Geschmack des Honigs sind sehr intensiv und aromatisch-herb. Durch die deutlich bittere Komponente wird der Honig zu einer besonderen Spezialität.

Die Esskastanie ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Kastanien (Castanea) und gehört zu den Buchengewächsen (Fagaceae). Die essbaren Früchte oder Maronen sind Nussfrüchte.

Im Gegensatz hierzu gehört die Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae).

 


Die Blütezeit der Brombeeren (Rubus), die in großer Formenfülle vorkommen, reicht von Ende Mai bis Mitte August. Sie stellen wahre Insektenmagnete dar und bieten ein reiches Angebot an Nektar und Pollen. Auch bei Bienen sind die Brombeeren sehr beliebt.


Im Allgemeinen haben sich die Bienenvölker gut entwickelt und ordentlich Honig eingetragen. 

 

Nun ist es Zeit für die folgenden Arbeiten:

 

Jungvölker bilden, erweitern und versorgen:

  • Junvölker regelmäßig füttern (am besten flüssig, denn das begünstigt den Wabenausbau).
  • Sind genügend Futterkränze um die Brut vorhanden (2-3 Finger breit)?
  • Flugloch klein halten.
  • Bei guter Entwicklung rechtzeitig erweitern.
  • Königinnen zeichnen.

Schwarmkontrolle:

  • Regelmäßige Kontrolle der Völker auf Weiselzellen (im 7-Tage-Rhythmus) und diese gegebenenfalls ausbrechen.
  • Darauf achten, dass die Königinnen genügend Platz zum Legen haben.
  • Völker beobachten und ggfs. Zwischenableger bilden.
  • Königinnenzucht ist noch gut möglich.

 Honigernte

Bienengesundheit

  • Kontrolle und Ausschneiden der verdeckelten Drohnenwaben.
  • Kontrolle der Brut auf etwaige Krankheiten.
  • Behandlung brutloser Jungvölker, Kunstschwärme oder Schwärme mit Milchsäure 15% ad. us. vet. oder Oxuvar im Sprühverfahren. (Bitte unbedingt Anleitung genau lesen und Vorsichtsmaßnahmen einhalten: Handschuhe, Schutzbrille und -maske tragen, Wasser bereitstellen.)